Sandmann, lieber Sandmann…

„Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht soweit, wir senden erst den Abendgruß, ehe jedes Kind ins Bettchen muß – du hast gewiß noch Zeit. […]“ Haben Sie die dazugehörige Melodie auch noch im Kopf? Mit dem 1959 von Wolfgang Richter komponierten Lied (Text von Walter Krumbach) beginnt die beliebte und legendäre Kinderfernsehsendung „Unser Sandmännchen“,…

„Gott bilde deine Seele rein!“ – Patenbrief

Zu ihrer christlichen Taufe am 20. November 1825 bekam Wilhelmine Gottliebine Auguste von ihrer Taufzeugin Kathrina Barbara Weiß diesen Patenbrief geschenkt. Der Patenbrief besteht aus einem beidseitig bedruckten quadratischen Papier, das zweimal über Eck zu einem kleineren Quadrat zusammengefaltet ist (quadratischer Faltbrief). Die Außenseite des Briefs ist mit neun kolorierten Bildchen bedruckt, deren Formate auf…

Zu Fuß zurück ins Mittelalter

Als Schüler der Obersekunda an der damaligen Ober-Realschule in Suhl führte ein Klassenausflug den späteren Nürnberger Augenarzt Dr. Walter Stümpel im Jahr 1927 zu Fuß nach Kloster Veßra. Ergebnis dieser Exkursion war ein 24seitiger Aufsatz zum Thema Kloster Veßra, eine mittelalterliche Klosteranlage, der am 27. II. (19)27 mit der Note Sehr gut bewertet wurde. Seit…

SUPERFEST – Glasdesign für den Alltag

In einigen Küchen und Gaststätten in Ost-Deutschland werden sie noch benutzt, so auch in unserer Museumsküche: die legendären SUPERFEST-Trinkgläser. Es gibt sie in diversen Größen und unterschiedlichen Formen, für jeden Anlass und jedes Getränk das passende Glas. Was macht eine Sammlungsmitarbeiterin, wenn sie diese Ikone der DDR-Alltagskultur im Museumsküchenschrank findet? Natürlich bringt sie einige Gläser…

Henneberger Taler

Ein Jubiläum ist immer ein besonderer Anlass zu feiern. So war auch 1996 der 900. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung der Grafen von Henneberg (1096) in seiner Art ein einzigartiges Jubiläum, das von Thüringen, Hessen und Franken gleichermaßen gefeiert wurde. Die Grafen von Henneberg als fränkisch-thüringisches Geschlecht bildeten mit ihrem Herrschaftsgebiet bereits im Mittelalter eine…

Augen auf und ins Museum

Plakat „Agrarhistorisches Museum des Bezirkes Suhl“, Anfang 1980er Jahre Papier, bedruckt Höhe: 80 cm, Breite: 57 cm HMKV, Schriftgutarchiv A IV Nr. 57 Autorin: Dr. Meike Leyde, Sammlung/Bibliothek Plakate gehören seit der Anfangszeit zu den gebräuch-lichsten Werbemedien des Museums in Kloster Veßra. Mit dem Namenszug „Agrarhistorisches Museum des Bezirkes Suhl“ und dem Ort „Kloster Veßra“…

Besuchen Sie das Museum!

Werbeflyer von Kulturinstitutionen sind für die Gewinnung potentieller Besucher*innen als wertvolles Werbemittel aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob in gefalteter Form, als Broschüre oder Aufmerksamkeit erheischende lustige Postkarte: in vielfältiger Form versuchen Museen, Galerien und andere Kultureinrichtungen auf sich aufmerksam zu machen und konkurrieren dabei mit vielen anderen Angeboten in den Auslagen der…

Einzug der „Holzköpfe“

Bei ihrer Aufnahme in die Museumssammlung werden die musealen Objekte genau dokumentiert und katalogisiert. Dazu gehört neben der schriftlichen Erfassung der äußeren Merkmale auch das Fotografieren der Objekte. Zum Anfertigen von Dokumentationsfotos, die die spezifischen Eigenschaften der Objekte klar erkennen lassen und zur Identifizierung dienen, waren einst auch diese Holzfiguren in Gebrauch. Die beiden stabilen…

Sprechendes Museumsobjekt

Nur selten sind solche Zeitzeugen wie die gerahmte Fotografie von Max Jander in der Sammlung anzutreffen, die Informationen zu ihrer Herkunft und Identifikation übermitteln. Am 08.04.1996 gab die ehemalige Besitzerin das Bild im Museum ab, wo sie es gut aufgehoben wusste. Auf einem Zettel an der Rückseite vermerkte sie Folgendes: „Das Bild von Kloster Veßra…

Die Jungfrau mit dem Zopf

Unter dem Refektorium in der Südklausur des ehemaligen Klosters Veßra schlummert ein bislang wenig beachteter und kaum untersuchter Schatz – das Lapidarium. Dieses beinhaltet eine Sammlung originaler Bauplastik und Skulpturen der Kloster-anlage, die auf Grund des Verfalls einzelner Gebäude oder im Zuge von Bauarbeiten erneuert oder aus konservatorischen Gründen ersetzt und im Gewölbekeller eingelagert wurden.…