Hier finden Sie alle Beiträge zur virtuellen Ausstellung zu 45 Jahren Museumsgeschichte anhand von 45 Objekten.

Wärme im Alltag

Dass zum Arbeitsalltag in einem Freilichtmuseum auch vielfältige Aufgaben, nicht alltägliche Tätigkeiten und spontane Einsätze gehören können, war mir bewusst, als ich mich vor vielen Jahren für diesen Arbeitsort entschied. In diesem Kohleneimer spiegelt sich der Museumsalltag der 1980er Jahre wider, als die Büroräume mit Kohleöfen beheizt wurden. Bevor die Tagesaufgaben am Schreibtisch beginnen konnten,…

Standard- und Lebenswerk

Als das Buch 2007 erschien, wurde es schon von vielen Heimatforscher*innen und Museumsgästen sehnlichst erwartet, stellt es doch DAS Standardwerk zur Fachwerkhauslandschaft in unserem Gebiet, dem Henneberger Land im Süden des Freistaates Thüringen dar. Umfangreiche Forschungen und zahllose Fotoexkursionen der beiden Autoren, Thomas Witter und Bernhard Großmann, fanden mit dem Auftragswerk des Hennebergischen Museums einen…

Ein Geschirr für besondere Gelegenheiten

Dr. Eberhard Köhler, von 1975 bis 1986, der erste Direktor des damaligen Agrarhistorischen Museums in Kloster Veßra, hat dieses Keramikservice im Töpferhof Gramann in Römhild für die Bewirtung von besonderen Museumsgästen gekauft. Zu diesen gehörten in- und ausländische Gäste, Vertreter der Kreis- und Bezirksleitung der SED sowie Fachleute aus Museen und Denkmalpflege. Zum Empfang der…

Vom Fach!

In einem Freilichtmuseum sind die historischen Gebäude die wichtigsten Ausstellungsobjekte. Dem Museum ist es ein Anliegen, Wissen über historische Bauweisen zu vermitteln und damit die Kenntnisse über die traditionellen Handwerkstechniken zu erhalten.  Die Gebäude des Museumsbereiches Fachwerk sind, wie der Name bereits sagt, alle in Fachwerkbauweise errichtet. Diese Bauweise setzt sich aus einem tragenden hölzernen…

Büroalltag

Inzwischen ein Klassiker der DDR-Alltagsgeschichte prägte die Erika-Schreibmaschine den Museumsalltag wie kaum ein anderes Objekt. Bis in die 1990er Jahre hinein wurden unzählige Briefe, Schriftsätze, ganze Bücher und Aufsätze auf Schreibmaschinen getippt. Dies geschah zunächst auf rein mechanischen, dann auf elektrischen Schreibmaschinen, bis sie schließlich in den 1990er Jahren nach und nach durch den PC…

Originale bewahren

Eines unserer schönsten Fachwerkhäuser auf dem Museumsgelände ist das sogenannte Fachwerkhaus aus Eicha, das 1986 ins Museum transloziert wurde. Am ursprünglichen Standort Eicha, heute Ortsteil der Stadt Römhild im Landkreis Hildburghausen, war es das Wohnhaus des reichen Pferdehändlers Ernst Roßteuscher und Teil einer großen Hofanlage. Der Bauherr hatte das zunächst einstöckige Fachwerkhaus 1716 errichten lassen.…

Die Krone auf dem Haupt

Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde am Ortsrand von Leutersdorf (Kreis Schmalkalden- Meiningen) in unmittelbarer Wassernähe eine Schmiede in schlichter Fachwerkkonstruktion errichtet. Seit einem Umbau nach dem 1. Weltkrieg bestand die Schmiede aus zwei Werkstatträumen und einem Beschlagstand. Nach einer fehlenden Nutzung und dem drohenden Verfall wurde das Gebäude im Jahr 1981 von den Lehrlingen…

Wo gedroschen wird, fallen Flegel

„Vom Korn zur Flocke“ nennt sich unser Programm für Schulklassen, bei dem sich die Kinder einmal richtig verausgaben dürfen. Hier können sie selbst Hand anlegen und mit Nachbauten von historischen Dreschflegeln das Korn aus den Ähren schlagen. Der bewegliche Flegel muss mit Schwung, Kraft und Geschick waagerecht auf dem Boden aufkommen, damit die dort liegenden…

Künstlerkarten fürs Museum

Postkarten sind ein klassisches Werbemittel für Museen und zeitlos beliebte Souvenirs der Museumsgäste. Zu den ersten Motiven, die an der Museumskasse in Kloster Veßra angeboten wurden, gehörten die Klosterkirche und die romanischen Klostergebäude. Auch Fotografien mit der Dampflokomobile von 1912 und den Erntemaschinen aus den 1960er Jahren aus dem ersten großen Ausstellungsbereich zur Landwirtschaft waren…

Vom Scherbenhaufen zum Porzellanarchiv

Zu Beginn meines zweijährigen Volontariats am Hennebergischen Museum Kloster Veßra stand ich vor einem Scherbenhaufen aus bunt bemaltem Porzellan. Dieser Scherbenhaufen ist mir so ans Herz gewachsen, dass er zu meinem Projekt wurde. Im Rahmen meines Volontariats beschäftige ich mich also mit der dokumentarischen Erfassung des Porzellans und erforsche die Produktvielfalt sowie die Firmengeschichte der…